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  • 7 ChatGPT-Prompts, die Coaches im Alltag wirklich Zeit sparen

    7 ChatGPT-Prompts, die Coaches im Alltag wirklich Zeit sparen

    KI-Wissen5 Min. LesenKlaro Akademie

    7 ChatGPT-Prompts, die Coaches im Alltag wirklich Zeit sparen

    „Schreib mir was“ bringt Einheitsbrei. Sieben konkrete Prompts zum Kopieren – und der Trick, der jeden besser macht.

    Manuel von Klaro Akademie · 29. Juli 2026
    Illustration: ein Chat-Fenster mit leuchtender Prompt-Zeile, das sauberen Output erzeugt.
    In 20 Sekunden

    KI spart nur Zeit, wenn du weißt, was du fragst. Vage Frage, vage Antwort. Hier sind sieben konkrete Prompts zum Kopieren – plus der eine Trick, der jeden besser macht.

    „Schreib mir was für Instagram.“ Zehn Sekunden später hast du einen Text, der nach niemandem klingt und den du komplett neu machst. Das Problem ist nicht ChatGPT. Das Problem ist die Frage.

    Ein guter Prompt ist wie ein gutes Briefing an eine Praktikantin: Je klarer du sagst, wer du bist, für wen es ist und wie das Ergebnis aussehen soll, desto weniger musst du hinterher reparieren.

    01

    Der eine Trick, der jeden Prompt besser macht

    Kontext + Beispiel + Format

    Häng an jeden Prompt drei Dinge: wer du bist und für wen ([Nische]-Coach für [Zielgruppe]), ein Beispiel deines Stils (2–3 eigene Sätze) und das gewünschte Format (Länge, Ton, „kein Marketing-Sprech“). Dieser eine Zusatz macht mehr Unterschied als jedes Zauberwort.

    Die Prompt-Leitfäden der Anbieter selbst sagen dasselbe: Kontext und konkrete Beispiele verbessern die Ergebnisse deutlich stärker als clevere Formulierungen.¹ Merk dir das eine, dann brauchst du die anderen Tricks kaum.

    02

    Die 7 Prompts

    Kopieren, eckige Klammern ersetzen, fertig:

    • 01Content-Ideen. „Ich bin [Nische]-Coach für [Zielgruppe]. Gib mir 10 Content-Ideen, die echte Fragen meiner Kundinnen beantworten – konkret, kein Marketing-Sprech.“
    • 02Post in deinem Stil. „Hier drei Textproben von mir [einfügen]. Schreib einen Beitrag über [Thema] in genau diesem Ton – Satzlängen wie ich, keine Hype-Wörter.“
    • 03Angebots-Check. „Hier der Text meiner Angebotsseite [einfügen]. Prüfe wie in fünf Sekunden: Ist klar, was es ist, für wen, was man tun soll – und was fehlt?“
    • 04Antwort auf eine Anfrage. „Formuliere eine kurze, warme Antwort auf diese Nachricht [einfügen]: Du-Form, ehrlich, kein Druck, mit einem klaren nächsten Schritt.“
    • 05Content recyceln. „Mach aus diesem Text [einfügen] fünf kurze Social-Posts und drei Hook-Varianten – ohne den Inhalt zu verwässern.“
    • 06Einwände vorbereiten. „Meine Kundinnen zögern oft wegen [Preis/Zeit]. Gib mir drei ehrliche, nicht-manipulative Antworten, die ich im Gespräch nutzen kann.“
    • 07Fokus für morgen. „Hier meine To-dos [einfügen]. Sortiere nach Wirkung auf mein Business und schlag drei Fokus-Aufgaben für morgen vor – mit kurzer Begründung.“
    Nicht „schreib mir was“. Sondern: wer, für wen, wie. Aus einer Praktikantin ohne Briefing wird so eine, die dich kennt.
    03

    Was KI nicht für dich erledigt

    Ehrlich gesagt

    KI beschleunigt dein Denken, sie ersetzt es nicht. Fakten und Zahlen prüfst du selbst – Sprachmodelle erfinden gelegentlich welche. Und Testimonials oder Erfolge, die es nicht gibt, gehören nie in deinen Text, egal wie überzeugend die KI sie formuliert.

    Das Wichtigste bleibt deins: deine Stimme, dein Urteil, deine Beispiele. Die Prompts nehmen dir die leere Seite. Was du daraus machst, entscheidet, ob es nach dir klingt.

    04

    So wird daraus deine eigene Prompt-Sammlung

    Diese sieben sind ein Startset, kein Gesetz. Der eigentliche Gewinn entsteht, wenn du sie zu deinen Prompts machst. Speicher sie an einem festen Ort – eine Notiz-App, ein Dokument – und ergänze bei jeder guten KI-Antwort den Prompt, der sie ausgelöst hat.

    Verfeinere iterativ, statt neu zu würfeln. Wenn das Ergebnis danebenliegt, fang nicht bei null an. Sag der KI konkret, was fehlt: „kürzer“, „konkreter“, „weniger werblich“, „mehr wie mein Beispiel oben“. Zwei, drei Nachschärfungen bringen dich meist weiter als ein komplett neuer Prompt.

    Ein häufiger Fehler: zu viel auf einmal verlangen. „Schreib mir einen Monat Content, eine Angebotsseite und drei E-Mails“ liefert von allem etwas Mittelmäßiges. Eine Aufgabe pro Prompt hält die Qualität oben – und dich im Überblick.

    Und ein Punkt, den viele vergessen: Gib keine sensiblen Kundendaten in die KI. Namen, Gesundheitsdetails, Privates deiner Klientinnen bleiben draußen. Formulier neutral – die KI braucht das Muster, nicht die echte Person.

    Womit du morgens anfängst

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    Quellen
    1) Prompt-Engineering-Leitfäden der Anbieter (Kontext & Beispiele schlagen „Zauberwörter“): OpenAI – platform.openai.com · Anthropic – docs.anthropic.com.
    Klar? Klaro.
  • KI-Texte klingen nach Roboter? Der 2-Minuten-Fix

    KI-Texte klingen nach Roboter? Der 2-Minuten-Fix




    KI-Texte klingen nach Roboter? Der 2-Minuten-Fix



    KI für Coaches5 Min. LesenKlaro Akademie

    KI-Texte klingen nach Roboter? Der 2-Minuten-Fix

    Grammatikalisch tadellos – und tot wie ein Aktenordner. Woran das liegt und wie du es in unter zwei Minuten reparierst.

    Manuel von Klaro Akademie · 27. Juli 2026

    Illustration: links ein Roboter, der gleichförmige graue Textzeilen stanzt, rechts eine Hand, die lebendig schreibt.

    Sonntagabend. Redaktionsplan leer. Du bittest ChatGPT um einen LinkedIn-Beitrag, und nach zehn Sekunden steht da ein Text, der alles richtig macht und nach niemandem klingt. Glatt. Korrekt. Austauschbar. Du liest ihn und denkst: So würde ich das nie sagen.

    Das Problem ist fast nie die KI. Das Problem ist, dass sie nicht weiß, wie du klingst. Und du musst dafür kein Prompt-Nerd werden – ein einziger Handgriff nimmt den größten Teil des Roboter-Sounds raus.

    In 20 Sekunden

    KI klingt nach Roboter, weil ihr eine einzige Info fehlt: wie du klingst. Gib ihr drei eigene Textproben als Muster statt einer Beschreibung – der Rest sind Feinheiten.

    01

    Woran du den Roboter erkennst

    Er hinterlässt immer dieselben Spuren. Einmal gesehen, siehst du sie überall:

    • 01Alle Sätze sind gleich lang. Hauptsatz, Nebensatz, Punkt. Wieder. Und wieder. Ein Metronom, keine Musik. Menschen schreiben mal ausladend – und dann ganz kurz.
    • 02Große Wörter, keine Bilder. „Volles Potenzial“, „nächstes Level“, „nachhaltig“. Klingt nach was, zeigt nichts. Deine Leute denken nicht in „Potenzial“, sondern in „Sonntagabend, Plan leer“.
    • 03Keine Meinung. Die KI wägt ab, bleibt höflich in der Mitte. Aber Texte, die hängenbleiben, sagen: „Mach das nicht. Mach das.“ Haltung fehlt – und genau das riecht man.
    • 04Platzhalter statt Beispiele. „Ein Kunde“, „ein Projekt“. Sobald ein echtes, konkretes Beispiel im Text steht, ist der Roboter weg. Das muss aber von dir kommen.

    Das Tückische: Jeder Punkt für sich ist harmlos. Zusammen erzeugen sie dieses „schon wieder generiert“-Gefühl – und das kostet dich Vertrauen, bevor der erste Satz zu Ende gelesen ist.

    Keiner dieser Punkte ist ein technisches Problem. Der KI fehlt nur eine Information: wie du klingst, wenn du gut bist.
    02

    Der Fix: die Stilprobe

    Der eigentliche Trick

    Hör auf, der KI zu beschreiben, wie du klingen willst. Gib ihr ein Muster zum Nachzeichnen: drei bis fünf Absätze, die du selbst geschrieben hast. Eine alte E-Mail, ein Post, der lief. Die KI muss nicht dein Thema lernen – nur deinen Rhythmus.

    Kopier dir das hier und setz deine Proben ein:

    stilprobe-prompt.txt
    Hier sind 3 Textproben von mir. Analysiere still meinen Stil:
    Satzlängen, Wortwahl, wie ich Absätze beginne. Antworte noch nicht.
    
    [HIER 3–5 EIGENE ABSÄTZE]
    
    Schreib jetzt einen LinkedIn-Beitrag über [THEMA] – in genau
    diesem Stil. Nicht das Thema der Proben übernehmen, nur den Ton.
    Variiere die Satzlängen wie ich. Kein Marketing-Sprech.

    Das war’s. Der Unterschied zwischen „schreib persönlich“ und einer echten Stilprobe ist der Unterschied zwischen einer Beschreibung und einem Muster zum Nachzeichnen. Die KI ist gut im Imitieren – aber nur, wenn sie etwas zum Imitieren hat.

    Ein Tipp zur Auswahl: Nimm Texte, bei denen du dich beim Schreiben wohl gefühlt hast – nicht die, die du für „professionell genug“ hältst. Eine lockere Sprachnachricht ist als Vorlage oft mehr wert als ein steifer Newsletter. Zeig der KI die entspannte Version von dir.

    Kurz zur Rechtslage

    Wenn du mit KI arbeitest, solltest du das wissen: Ab dem 2. August 2026 greifen die Transparenzpflichten des EU AI Act (Artikel 50). KI-generierte oder -manipulierte Inhalte müssen dann in bestimmten Fällen als solche gekennzeichnet werden. Für rein textliche, von dir redaktionell überarbeitete Beiträge ist die Lage differenziert – im Zweifel kurz rechtlich prüfen lassen. (Keine Rechtsberatung.)

    03

    Vorher / Nachher

    Illustration: grauer monotoner KI-Text verwandelt sich in lebendigen, farbigen Text.
    Aus grauem Einheitsbrei wird deine Stimme – das ist der ganze Trick.

    Derselbe Gedanke zweimal:

    Roboter

    „Als Coach ist es entscheidend, dein volles Potenzial auszuschöpfen und deine Sichtbarkeit auf das nächste Level zu heben. Nutze die Kraft von strategischem Content-Marketing.“

    Nach dir

    „Sonntagabend, Plan immer noch leer. Kenn ich. Der Reflex: schnell irgendwas posten. Mach das nicht. Ein Beitrag, der eine echte Frage deiner Kundin beantwortet, bringt mehr als fünf allgemeine Tipps.“

    Gleiche Aussage, anderer Mensch. Die Satzlängen springen, es gibt eine Szene, es gibt eine Meinung. Keine Zauberei – nur ein Muster statt einer Beschreibung.

    04

    Drei Schrauben fürs Feintuning

    1

    Verbotsliste. „Vermeide: Potenzial, Level, Journey, nachhaltig, ganzheitlich.“ Deine persönliche Liste der Wörter, bei denen du zusammenzuckst.

    2

    Ein Gedanke pro Absatz. „Maximal drei Sätze pro Absatz.“ Macht den Text handytauglich und nimmt der KI den Wollknäuel-Reflex.

    3

    Der Vorlese-Test. Lies den fertigen Text laut. Wo du stolperst oder dich fremdschämst, steckt noch Roboter. Umschreiben.

    05

    Für wen der Fix nichts ist

    Ehrlich gesagt

    Wenn du selbst noch nicht weißt, wie du klingen willst, rettet keine Stilprobe das. KI verstärkt Klarheit – sie erfindet sie nicht. Ohne Proben, in denen du nach dir klingst, ist der erste Schritt kein besserer Prompt, sondern ein paar ehrliche eigene Sätze.

    Und ein guter Stil macht aus einer dünnen Idee keine starke. Das Ziel ist nicht „nie wieder selbst schreiben“ – sondern: KI nimmt dir 80 % ab, die letzten 20 % bist du. Das ist kein Kompromiss, das ist der Punkt.

    Plan immer noch leer?

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    Quellen
    EU AI Act, Artikel 50 – Transparenz- und Kennzeichnungspflichten ab 2. August 2026. IHK Nürnberg: ihk-nuernberg.de · ergänzend certurio.de

    Klar? Klaro.